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Mittwoch, 18.05.2011:
Angeklagter weist Alibi nach: Freispruch
Justiz Prozess um Raubüberfall auf Bordell in Bockhorn – Zwei Mitangeklagte weiter auf Anklagebank
Eine weitere Frau sollte sich wegen Beihilfe zu der Tat verantworten. Sie zog es vor, in ihrer Heimat in Polen zu bleiben.
Bockhorn - Im Prozess gegen die beiden 23 und 27 Jahre alten Männer aus Polen und die 23-jährige Frau aus Polen, die sich vor dem Oldenburger Landgericht wegen eines Raubüberfalls auf ein Bordell in Bockhorn verantworten müssen, ist der 23-jährige Angeklagte jetzt freigesprochen worden. Er konnte ein Alibi nachweisen. Die Angeklagten sollen am 27. September vergangenen Jahres das Etablissement in Bockhorn überfallen haben. Zur gleichen Zeit hielt sich der 23-Jährige in einer Arztpraxis in Polen auf. Das bestätigte jetzt der polnische Arzt, der als Zeuge zum Prozess nach Oldenburg gereist war.
Weiterhin auf der Anklagebank befinden sich die 23-jährige Frau und der 27-jährige Mitangeklagte. Die weibliche Angeklagte hatte mit der Bordellbetreiberin in Bockhorn noch eine Rechnung offen gehabt. Sie soll der 45-jährigen Bordellchefin in Polen einen Kredit vermittelt haben. Nach Aussage der Angeklagten habe die 45-Jährige den Kredit aber nicht beglichen, so dass sie in die Pflicht genommen worden sei.
Am Tattag wollte die 23-Jährige dann Druck auf die Bordellbetreiberin ausüben. Dazu soll sie einige Freunde aus Polen, darunter den Mitangeklagten, angeheuert haben. Am 27. September traf man sich auf einem Parkplatz in Varel, um dann gemeinsam nach Bockhorn zu fahren. Die Männer sollen dann ins Bordell gestürmt und mit äußerster Brutalität gegen die Bordellbetreiberin vorgegangen sein.
Im Wissen um die folgende Straftat hatte zuvor eine junge Frau, die als Prostituierte in dem Bockhorner Bordell arbeitete, den Angeklagten die Türen des Lokals geöffnet. Dafür sollte sie sich in dem jetzigen Verfahren wegen Beihilfe zu der Tat verantworten. Die junge Frau, die ebenfalls aus Polen stammt, zog es aber vor, in ihrer Heimat zu bleiben, so dass ihr Platz auf der Anklagebank leer blieb. Das Verfahren wird nun in der kommenden Woche mit nur zwei Angeklagten fortgesetzt.
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