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Samstag, 07.08.2010:
Bordell-Reklame an Kirche verschwindet dauerhaft
Wulfen. Die Bordell-Reklame an der St. Matthäus-Kirche in Wulfen hat heftige Reaktionen ausgelöst. Zunächst wurde das Plakat provisorisch abgedeckt. Es wird wohl ganz entfernt. Die zuständige Werbeagentur kann die Aufregung nicht verstehen.

Am Freitag wurde das Plakat vom Vermieter der Werbewand zunächst provisorisch abgedeckt. Am Nachmittag erklärte dann die Dorstener Werbeagentur medi-com, sie werde das Plakat ganz abbauen bzw. der Entfernung zustimmen und in Zukunft auf solche Werbemaßnahmen verzichten. „Dass Bürger, die die Kirche besuchen, sich gestört fühlen können, bedauern wir. Das lag nicht in unserer Absicht“, heißt es in einer Erklärung.
Gleichwohl, so die Agentur, könne sie die Aufregung nicht nachvollziehen: „Schließlich werben wir an einer offiziellen Werbefläche für ein legales Geschäft. Außerdem ist auf dem Werbeplakat nicht anzügliches zu sehen, weder in Wort noch Bild.“ Die Wand sei als Alternative zum Standort Wittenberger Damm angeboten worden, wo die Reklame Mitte Juli nach Protesten ebenfalls entfernt worden war. Die Kirche an der B 58 in Wulfen sei im Vorbeifahren gar nicht wahrzunehmen.
Da auch Bordellbetriebe ums Überleben kämpften, seien neue Werbemaßnahmen gefragt. Die Agentur lehne aber Werbung an brisanten Standorten, etwa an (Schul-)Bushaltestellen ab. In modernen Städten seien Werbeplakate für Bordellbetriebe mittlerweile gang und gäbe. „Deshalb konnten wir nicht mit so heftigen Reaktionen rechnen.“
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