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Montag, 20.12.2010:
Ermittlungen gegen Bordellbetreiber im Steintorviertel eingeleitet
Der Betreiber eines Bordells im hannoverschen Steintorviertel steht unter Verdacht, Prostituierte ohne Aufenthaltsgenehmigung beherbergt zu haben. Die Polizei hatte das Etablissement am Dienstagnachmittag durchsucht.
Zum wiederholten Mal ist die Polizei am Dienstag gegen illegale Aktivitäten im Steintorviertel vorgegangen. Dieses Mal waren die Beamten des Fachkommissariats Milieu auf der Suche nach ausländischen Prostituierten ohne Aufenthaltserlaubnis. Bei Ermittlungen im Vorfeld waren sie auf den 58-jährigen Peter L. aufmerksam geworden, der in der Scholvinstraße das „Eros-House“ betreibt. Es erhärtete sich der Verdacht, dass L. illegale Prostituierte beschäftigt. Gegen 14 Uhr stürmten Zivilfahnder das Laufhaus und durchsuchten das Gebäude. Sieben Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren mussten die Fahnder zur Wache begleiten. Sie stammen alle aus Süd- oder Mittelamerika und konnten keine gültigen Papiere vorlegen – es besteht der Verdacht, dass sie sich illegal in Hannover aufhalten. Die Polizei schaltete die Ausländerbehörde der Stadt ein.
Dort wurde entschieden, dass fünf der Frauen bis zu ihrer Ausreise wieder entlassen werden, sie müssen sich regelmäßig bei der Behörde melden. Die beiden anderen Prostituierten, eine 33- und eine 37-Jährige, wurden einem Richter vorgeführt, der über die sofortige Abschiebung der Frauen entscheiden sollte. Die Polizei hat außerdem die Ermittlungen gegen Bordellbetreiber Peter L. wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern aufgenommen. Der Chef des „Eros-House“ ist offenbar Wiederholungstäter. Gegen den 58-Jährigen wurde bereits in diesem Zusammenhang ermittelt. Jetzt droht ihm eine Strafe von bis zu zehn Jahren Haft.
Polizei und Zoll hatten zuletzt Ende November eine Razzia gegen Schwarzarbeiter im Steintorviertel durchgeführt. Die Beamten überprüften die Papiere aller Mitarbeiter der „Sansibar“ und des Restaurants „Little Italy“. Noch liegen keine Ergebnisse vor. „Die Auswertungen dauern an“, teilte Zollsprecher Hans-Werner Vischer mit.
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