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Dienstag, 21.09.2010:
Großbrand FKK Club Haus 30
Das Feuer ist der drohenden Zwangsvollstreckung zuvorgekommen: Der Großbrand in einem Autoservice- und Reifencenter an der Dieselstraße 30 in Isselhorst in der Nacht zu Sonntag aber weckt den Argwohn der Behörden. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Am 30. September wäre Ende des Geschäftsbetriebes in der Gewerbe-Immobilie gewesen: Nach einem Beschluss des Gütersloher Amtsgerichts sollte die 3456 Quadratmeter große Liegenschaft in dem Industriegebiet in direkter Nähe zur Bundesstraße 61 zwangsversteigert werden.
Jetzt ist durch das am frühen Sonntagmorgen gegen ein Uhr entdeckte Flammen-Inferno ein Sachschaden von ungefähr 500 000 Euro entstanden; neben Lager- und Montagehallen wurden überdies ein »FKK- und Saunaclub« (»Haus 30«) im ersten Stock des etwa zehn Jahre alten Gebäudes sowie drei Fahrzeuge völlig zerstört. Der Löschzug Avenwedde, der zur Zeit provisorisch bei der ebenfalls in diesem Industriegebiet ansässigen Firma Zimmermann untergebracht ist, war in weniger als drei Minuten nach Alarmierung am Einsatzort. »Als wir an der Dieselstraße 30 eintrafen, brannte das Reifencenter in voller Ausdehnung«, berichtet ein Feuerwehrmann und sagt weiter: »Wenn solch ein Haus in dem Umfang an allen Ecken gleich stark in Flammen steht, liegt die Vermutung nahe, dass an mehreren Stellen Feuer gelegt worden ist.«
Die in den Hallen lagernden Reifenmengen hätten die Einsatzkräfte vor eine Herausforderung gestellt, »denn brennendes Gummi lässt sich nicht mit Wasser, sondern nur mit Schaum löschen«, erklärt der Brandbekämpfer, der anonym bleiben möchte. So habe es mindestens acht Stunden gedauert, bis die Gütersloher Wehren die Flammen im Griff gehabt hätten.
Gestern waren den Tag über Brandermittler der Kriminalpolizei vor Ort, um Zeugen zu befragen und Spuren zu sichern. Denn: Bewiesen ist die vermutete Brandstiftung bislang nicht. Aus »ermittlungstaktischen Gründen« gab es von der Polizei keine weiteren Informationen. Auch die Inhaber des Reifencenters wollten sich gegenüber dieser Zeitung nicht äußern. In die Ermittlungen zur Brandursache hat sich die Staatsanwaltschaft Bielefeld eingeschaltet.
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