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Dienstag, 07.12.2010:
Keine Hinweise auf Nötigung
Der tragische Unfalltod der 21-jährigen Prostituierten aus Tschechien, die erst seit einer Woche ihrem Beruf in einem Liebesmobil nachgegangen ist, fand laut Kriminalpolizei ohne Fremdverschulden statt (wir berichteten).
Wie Gifhorns Kripochef Jürgen Schmidt gestern erläuterte, sei die junge Frau in keiner Weise gedrängt worden, die Bundesstraße 188 zu überqueren. "Es scheint menschliches Versagen zu sein. Sie hat sich noch eine Jacke übergezogen und war dann einfach losgelaufen", schilderte Erster Kriminalhauptkommissar den Stand der Ermittlungen. Ursprünglich hieß es, dass sie nur mit Unterwäsche bekleidet gewesen sei. So sei zu dem Zeitpunkt kein Kunde oder Zuhälter bei ihr oder ihrer Kollegin auf der gegenüberliegenden Straßenseite gewesen.
Nach Auskunft der Kripo würden die Prostituierten ihrem Gewerbe freiwillig nachgehen. "Wir kontrollieren die Liebesmobile regelmäßig und uns liegen keine Erkenntnisse vor, dass die Frauen zu dem Job gezwungen werden", weiß Schmidt.
In den vergangenen Jahren sei auf dem Straßenstrich an der B 188 sowie entlang der B4 Ruhe eingekehrt. "Es liegen keine Anzeigen von Kunden vor. Beischlafdiebstahl findet so gut wie nicht mehr statt. Nur gelegentlich gibt es Stress mit unangenehmen Freiern", berichtet Schmidt. Und dann greife die Polizei ein.
Die junge Tschechin war am Samstagabend zwischen Heidesee und Brenneckenbrück beim Überqueren der Bundesstraße von einem Kleinwagen erfasst worden und an ihren Kopfverletzungen gestorben. Dem Fahrer des Unfallfahrzeug seien keine Vorwürfe zu machen, heißt es von der Polizei.
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