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Mittwoch, 02.03.2011:

Pornokino „No Limit“ in Hannover geschlossen

Geschlossen: Der Betreiber des Pornokinos „No Limit“ am Steintor in Hannover hat sein Gewerbe am Montag offiziell abgemeldet. Das Kino mit angeschlossenem Swinger-Club war zuvor in die Schlagzeilen geraten, nachdem dort innerhalb von zwei Monaten zwei junge Frauen vergewaltigt worden waren.

Das Pornokino „No Limit“ im Steintor ist geschlossen. Der Betreiber des umstrittenen Etablissements habe am Montag offiziell sein Gewerbe abgemeldet, teilte die Stadtverwaltung mit. Der Entscheidung des Kinobetreibers vorausgegangen war die öffentliche Aufforderung von Polizeipräsident Uwe Binias an das Ordnungsamt, dem Treiben in dem Kino ein Ende zu setzen. Am Sonnabend fand dann ein Treffen aller Wirte des Rotlichtviertels statt, an dem auch Frank Hanebuth, der Chef der hannoverschen Hells Angels, teilnahm. Dabei hatten sich die Teilnehmer einstimmig für eine Schließung des „No Limit“ ausgesprochen. „So eine Lokalität passt einfach nicht in das Gesamtkonzept des Viertels“, erklärte „Bayern Stadl“- Wirt Werner Rieb. „Der Betreiber ist weit von seinem ursprünglichen Konzept, das er bei uns eingereicht hat, abgewichen, und damit waren wir nicht einverstanden“, sagte Frank Hanebuth.

Das Kino mit angeschlossenem Swinger-Club war in die Schlagzeilen geraten, nachdem dort innerhalb von zwei Monaten zwei junge Frauen vergewaltigt worden waren. Die Ermittlungen der Polizei in beiden Fällen sind noch nicht abgeschlossen. Doch das Etablissement war in der Vergangenheit bereits mehrfach durch sehr eigenwillige Veranstaltungen aufgefallen. So untersagte die Stadtverwaltung nach Hinweisen der Polizei bereits im September eine öffentlich beworbene Gruppensex-Party in dem Kino.

Der Betreiber des „No Limit“ hat inzwischen angekündigt, für die Räume ein neues Konzept ausarbeiten zu wollen. Nach umfangreichen Umbauarbeiten plant er die Wiedereröffnung des Gebäude in der Reuterstraße unter neuem Namen. Dann sollen in den Sälen ausschließlich Filme für Homosexuelle gezeigt werden.

Derweil muss sich das Ordnungsamt mit einem weiteren unangenehmen Fall beschäftigen. Ein Bordell in Ricklingen plant im März eine sogenannte „Live-Sex-Show“ mit Publikumsbeteiligung. Für das Vorhaben liegt offenbar noch keine Genehmigung vor, obwohl eine „besondere Gewerbeerlaubnis“ erforderlich wäre. „Geschlechtsverkehr als Bestandteil einer Show wäre nicht genehmigungsfähig“, hieß es seitens der Verwaltung. Die Stadt habe die Ankündigung des Bordellbetreibers im Blick.



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