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Donnerstag, 25.11.2010:
Wirbel um Swingerclub in Wandsbek
Michael Uhlig betreibt seit fünf Jahren den Swingerclub "Eden" in der Jenfelder Straße in Wandsbek. Bislang gab es keine Beschwerden bei den Behörden, obwohl an guten Tagen bis zu 150 Gäste das "Eden" besuchen.
Doch seit Bezirksamtsleiterin Cornelia Schroeder-Piller es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Bezirk aufzuwerten, gibt es Ärger um den Club im Wohngebiet.
Nun will das Bezirksamt das "Eden" schließen. Der Vorwurf: Im Dachgeschoss sollen fünf Zimmer für eine Tagesmiete von 18 Euro an Prostituierte vermietet worden seien. Uhlig habe zuvor vergeblich versucht, die Zimmer an Studenten und Handwerker zu vermieten.
"Ein Bordell sieht anders aus"
Als dann die Anfrage aus dem Rotlichtmilieu kam, sagte er zu und vermietete die Zimmer über seinem Club. Für das Bezirksamt betreibe Uhlig nun zusätzlich zu seinem Club ein Bordell und die seien in Wohngebieten verboten, hieß es aus dem Bezirksamt. "Ein Bordell sieht anders aus", sagte Uhlig dem Hamburg Journal. "Da wird Provision kassiert, da werden Getränke verkauft. Beim Swingen zahlt keiner Geld für."
Bordell oder bordellähnlicher Betrieb, bis diese Frage geklärt ist, bleiben die Zimmer unvermietet.
Swingerclub oder Nazis
Uhlig präsentierte unterdessen einen neuen Mieter für die Zimmer im Dachgeschoss: "Wenn wir keine Lösung finden, vermiete ich die Räume eben an die NPD." Ein Fax, aus dem das Interesse der NPD an den Räumlichkeiten hervorgeht, habe er bereits an das Bezirksamt weitergeleitet und den Briefwechsel allen Parteien in der Bezirksversammlung zugänglich gemacht.
Am Dienstabend teilte das Bezirksamt dem Hamburg Journal mit, dass Michael Uhlig laut Polizei familiäre Verbindungen zur NPD haben soll. Das bestreitet der Betreiber und hat bereits Anzeige wegen Verleumdung erstattet.
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